28.07.23 – 30.07.23 – Porsche Club-Days – Hockenheim – Bericht

Organisation

           

Bericht

Die Veranstaltung

Motorsport zum Anfassen

Alle Jahre wieder: Wie Weihnachten – nur im Hochsommer – fühlen sich die Porsche Club Days auf dem Hockenheimring für die motorsportbegeisterten Porsche Club Mitglieder und die zahlreichen interessierten Besucher an. Ende Juli war es nun wieder soweit. Der bunte Reigen aus Motorsport, geselligem Beisammensein in der Boxengasse von Fahrern, Team- und Clubmitgliedern sowie Familien und der sportliche Wettkampf auf der Strecke sorgte für Begeisterung auf der Traditionsrennstrecke.

Durchwachsenes Wetter war für die Porsche Club Days, die der PC Schwaben und der Württembergische PC in Kooperation mit dem PCD am 28. und 29.  Juli veranstalteten, vorhergesagt. Doch während einige Rennfahrer bei regnerischen Bedingungen ihre besten Leistungen zeigen, hatte sich PCD-Präsident Fritz Letters, Sonnenschein wie in den vergangenen Jahren für die anstehenden Sportserien des PCD und der weiteren Veranstalter gewünscht.

Nach dem wechselhaften Freitag und einem Platzregen am frühen Samstagmorgen hatte der Wettergott aber schließlich ein Einsehen und sämtliche Programmpunkte, die für diesen Tag anberaumt waren, konnten problemlos über die Bühne gehen. Die Regenreifen wurden einmal mehr zu Nebendarstellern degradiert und der artgerechten Haltung der teilnehmenden Porsche stand nichts mehr im Wege.

Aber auch bei Sonnenschein und nicht allzu heißen Temperaturen hatten Heinz Weber, Fritz Letters und seine Mitstreiter alle Hände voll zu tun. Gemeinsam mit PCD Sportleiter Michael Haas und Gerry Haag (Sportleiter PC Schwaben) sowie hinter den Kulissen Claus Plappert (PC Schwaben Vizepräsident und Schatzmeister), Uwe Zimmermann (Präsident Württembergischer PC), Jürgen Baumgartner (Technischer Kommissar PCHC), Papier-Abnahme mit Marga Kempf, Sylvia Plappert, Sonja Zimmermann und Ute Spörl , Rennleitung Arthur Hirning und Gerhard Köhler, Karlheinz Denk, Thomas Schneider (MCS Geschäftsstelle), Bernd Jung SDO-Zeitnahme-Team mit Moni und Christoph Preu und den zahleichen, ungenannten und unverzichtbaren Helfern an der Strecke und im Fahrerlager gelang erneut ein reibungsloser Ablauf der Club Days.

Toller Rahmen für packenden Sport

Oben im Aufenthaltsbereich auf dem Dach der Boxengasse war ohnehin alles für ein tolles Motorsportwochenende bereitet. Dort strahlte der PCD-Stand mit dem Podium für die zahlreichen Siegerehrungen und den dafür bereitstehenden Pokalen um die Wette. Viel zu tun, schon im Vorfeld der Veranstaltung und vor Ort, auch für die PCD-Geschäftsstelle: Leiterin Gabi Decker und ihr Gatte Richard sowie Doris Kayser und Claudia Welzel waren schließlich nicht nur in die Organisation und den Aufbau involviert, sondern standen den Besuchern bei sämtlichen Fragen rund um den PCD und die Club Days zur Verfügung. Mit Unterstützung von Michael und Silvia Decker kümmerten sie sich zudem um den Verkauf der gefragten PCD-Kollektion und die nötigen Stärkungen durch das Catering von Metzgerei-Speeter.

Daneben sorgte MICHELIN auf dem Boxendach mit seinem Rennsimulator einmal mehr für Begeisterung bei Groß und Klein. Der weiße Bolide mit dem unübersehbaren Bibendum (Michelin-Männchen) auf dem Monocoque lockte unzählige Besucher an, ihre Renntauglichkeit auf einer F1-Rennstrecke zu testen und virtuelle Führungskilometer zu sammeln. Dafür, dass auch Teile des Nürburgrings, genauer gesagt dessen Asphalt, in Hockenheim vor Ort waren, sorgte der Info-Stand der Uhrenmanufaktur COBLOR. Dort wurden den Rennfahrern und ihrem Anhang zwei einzigartige und limitierte Uhren mit original Rennstrecken-Asphalt aus der Eifel vorgestellt und deren Hintergründe erklärt.

Eine Etage tiefer in der 200 Meter langen Boxengasse ein ebenso gewohntes Bild wie darüber: Sämtliche Boxen waren belegt von den Teams der unterschiedlichen Serien und eifrige Mechaniker stimmten zusammen mit den Fahrern die Autos ab, versorgten sie zwischen den Läufen mit frischen MICHELIN-Pneus und verfolgten die Rennen gemeinsam in der Box. Freilich reichte dieser Platz beim Mammutprogramm der Porsche Club Days bei weitem nicht aus, um alle Rennteilnehmer unterzubringen und so gab es ebenfalls im Fahrerlager 1 und 2 einiges für die Besucher zu sehen. Motorsport zum Anfassen und Ausprobieren bekamen aber auch in diesem Jahr die Herzkinder des Bundesverbandes Herzkranke Kinder e.V. mit einen spannenden Blick hinter die Kulissen dieses sportlichen Wochenendes geboten. Bei ihren Stippvisiten in der Box von RDM-Racing Kurt Ecke, im Fahrerlager, dem Michelin Renndienst Knüttel und in der Race Control löcherten sie die jeweiligen Experten vor Ort mit ihren Fragen.

Über 30 Trainingsläufe und Rennen

Das Rennbüro hatte bereits Freitagmorgen gegen 07:30 seine Pforten geöffnet und somit den Start für das Wochenende freigegeben, bevor die ersten Trainingsläufe gegen 9 Uhr auf dem Zeitplan standen. Dieser war überaus eng getaktet, schließlich warteten neben der PCHC-Serie auch die Trainings der Fremdserien, die das umfangreiche Rahmenprogramm der Porsche Club Days ergänzen und die die akustische Rennkulisse an diesem Wochenende so gut wie nie verstummen ließen. Insgesamt fanden am Freitag 18 Trainingsläufe und zwei Rennen und Wertungsläufen statt, gefolgt von acht Rennen und weiteren Trainingsläufen sowie dem Schnupperfahren am Samstag. Allen voran natürlich die beiden Rennen des fünften Meisterschaftslaufs der PCHC-Serie. (s. Seite xxxxx) Daneben gingen die Rennwagen der Formel 3, der P 9 in den Kategorien Challenge, Sprint und Endurance sowie jene der verschiedenen Klassen der VFV GLPpro Serie an den Start.

Dass die Porsche Club Days auch in diesem Jahr nach drei Jahren unter erschwerten (Corona-) Bedingungen nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt haben wurde am letzten Juli-Wochenende mehr als deutlich. Für die angereisten Fahrer des PCD Club-Cup, der PCC-Langstrecke  sowie die Teams der PCHC-Serie handelt es sich schließlich um ein Highlight im Motorsport-Kalender, wie auch Marvin Meister von MSTR Motorsport gegenüber PCLife am Samstagnachmittag bestätigte: „Wir sind ja nun schon eine ganze Weile in der PCHC unterwegs und genießen die familiäre Stimmung, die gegenseitige Unterstützung und das abendliche Miteinander beim Grillen in der Boxengasse sehr. Einfach eine schöne Veranstaltung“, so Meister, bevor auch die Boliden seines Teams nach getaner Arbeit auf der Strecke zurück in die Trucks verfrachtet wurden und die Boxengasse für die PCC Serien und die beliebten geführten Fahrtrainings mit Tipps der erfahrenen Instruktoren am folgenden Sonntag (30.07.) schließlich wieder geräumt wurde.

Text: Derk Hoberg
Bilder: Derk Hoberg, Patrick Holzer, Monika Preu

Freie Links

Nur für Mitglieder

 

Nur für angemeldete Mitglieder: (Benutzer und Kennwort auf PCD Mitgliedskarte – Anmeldung)

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Porsche – das Zauberwort für herzkranke Kinder

Strahlende Kinderaugen bei den Porsche Club Days

Sich einmal wie ein echter Rennfahrer fühlen. Die rasanten Porsche Rennwagen auf dem Hockenheimring nicht nur beobachten, sondern sich reinsetzen zu dürfen und dann sogar noch einen Pokal auf dem Siegerpodest zu halten. All das zauberte nicht nur Timo von den Herzkindern des Bundesverbands Herzkranker Kinder e.V (BVHK) ein strahlendes Lächeln ins Gesicht. „Ich danke dem Württembergischen Porsche Club, dem Porsche Club Schwaben, dem Porsche Club Deutschland und Familie Engels, dass sie unseren Kindern das ermöglich“, freute sich auch Timos Mutter über die erneute Einladung zu den spannenden Porsche Club Days.

Auch in diesem Jahr durften wieder zahlreiche herzkranke Kinder und ihre Eltern am letzten Juliwochenende einen unvergesslichen Tag an der Rennstrecke und exklusive Blicke hinter die Kulissen dieses Rennwochenendes erleben. Freudentränen inklusive, als sie in der Box vom Team RDM-Racing Kurt Ecke in einem der Boliden probesitzen durften – das Team hat in dieser Saison sogar zwei seiner Rennwagen eigens mit dem Logo des Bundesverband Herzkranker Kinder e.V. versehen. Neben dem Besuch in der Boxengasse standen die elektronische Zeitnahme, die Race Control, ein Besuch beim Michelin Renndienst Knüttel und das Fahren im Michelin Rennsimulator auf dem Programm. Erstmalig war auch der Geschäftsführer des BVHK, Sebastian Kahnt mit seinem Herzkind Noah, am Start: „Wir schauen oft zusammen im TV Motorsport, aber mal so richtig hinter die Kulissen zu schauen und alles hautnah mitzuerleben, ist für mich und meinen Sohn ein einmaliges Erlebnis.“

Der Bundesverband Herzkranke Kinder e.V. besteht seit 30 Jahren und wird seit 25 Jahren von Elke und Marino Engels aus Waldbreitbach ehrenamtlich unterstützt. „Glücksmomente für Herzkinderfamilien zu ermöglichen ist für uns eine Ehrensache“, so Marino Engels, Träger der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz. Anlass genug auch bei der Veranstaltergemeinschaft der Club Days für die lange und gute Zusammenarbeit Danke zu sagen. So überreichten die Herzkinder je ein großes Schieferherz mit warmen Dankesworten an Fritz Letters, Michael Haas und Frank Gindler. Und auch hier gingen die Herzkinder nicht leer aus und erhielten aus den Händen von Elke und Marino Engels symbolisch je ein starkes Herz aus Schiefer und einige Geschenke der Porsche AG überreicht durch die Geschäftsstelle des PCD.

Bundesverband Herzkranke Kinder e.V. – www.bvhk.de

Text: Jessica Bachmann
Bilder: Jessica Bachmann, Sabrina Jadische, Monika Preu

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PCHC

Mamerow und Wolters siegen in Hockenheim

Peter Mamerow (991 GT3 R) und Heinz-Bert Wolters (997 GT3 R) sicherten sich beim fünften Saisonlauf der Porsche Club Historic Challenge die Gesamtsiege. Platz zwei belegte im ersten Durchgang auf dem Hockenheimring Carlos Ruiz (997 GT3 R). Zweiter in Rennen zwei wurde Stefan Ertl (991 GT3 Cup).

Eigentlich sah es im ersten Rennen lange nach einem souveränen Sieg von Mario Meister (991 GT3 R) aus. Der von Pole aus gestartete Berliner lag klar vorne, als ein Einschlag auf der Start- und Zielgerade in die Boxenmauer das Rennen beendete. Dadurch erbte Peter Mamerow, der sich in der dritten Runde auf die zweite Position geschoben hatte, den Gesamtsieg. „Ich hatte hinten an der Achsaufhängung einen technischen Defekt. Da hat sich ein Bolzen gelöst und dadurch ist die Spur komplett aufgegangen. Und somit war es vorbei. Ich war nur noch Passagier“, berichtete Mario Meister von seinem Unfall.

Nachdem weder Mamerow noch Meister zum zweiten Durchgang antraten, wurden die Karten neu gemischt. Zwar gewann Stefan Ertl das Startduell, doch setzte sich im Verlauf der ersten Runde Carlos Ruiz an die Spitze des Feldes. Drei Runden blieb Ruiz auf Platz eins, ehe Heinz-Bert Wolters die erste Position übernahm. Schnell baute Wolters den Abstand auf Rang zwei aus, so dass der GT3-Bolide nach 17 Runden mit 7,358 Vorsprung abgewinkt wurde. Damit endete für den Rekordsieger der PCHC eine längere Durststrecke. Im ersten Rennen hatte Wolters das schwarz-weiß karierte Tuch auf Platz fünf gesehen. „Endlich wieder Platz eins. Ich fiel aber am Anfang einige Plätze zurück und war mal wieder eingeklemmt. Aber dann habe ich es doch in den Griff gekriegt. Es war ein tolles Rennen und hat unheimlich viel Spaß gemacht“, so Wolters zu seinem Sieg.

Enge Kämpfe ums Treppchen
War an der Spitze alles klar, so ging es dahinter heiß her. Im ersten Rennen setzte sich Carlos Ruiz durch, der auf dem Hockenheimring den ehemaligen 997 GT3-R von Klaus Horn fuhr. Dabei bekam Ruiz, in seiner Heimat im Carrera Cup Chile unterwegs, mächtig Druck von Maximilian Ertl im 991 GT3 Cup. Vor allem die letzte Runde war eng, wobei sich Ruiz mit 0,359 Sekunden Vorsprung knapp durchsetzte. Mit dem dritten Gesamtplatz entschied Ertl die Klasse 9 für sich.

Auch der zweite Durchgang bot auf den Verfolgerplätzen jede Menge Spannung. Während Wolters ungefährdet an der Spitze fuhr, musste sich Ruiz mächtig breit machen. Stefan Ertl, der für seinen Sohn das Volant übernommen hatte, klebte am Heck des GT3 R. In Runde sechs schnappte sich der Bayer Platz zwei. Ruiz konnte das Tempo nicht mitgehen und musste abreißen lassen, so dass Ertl zu einem souveränen zweiten Gesamtrang fuhr. Ebenso deutlich landete Ruiz auf dem dritten Platz. „Maximilian hat mit der Startposition gut vorgelegt, keine Frage. Der Start lief sehr gut. Wolters hat etwas Zeit gebraucht bis er herankam. Ich glaube, beim Überrunden hat er mich geschnappt. Aber gegen das Auto hast du auf die Distanz keine Chance“, so Ertl.

Berwanger und Süßenguth in der Klasse 8 vorne
Mit neun Teilnehmern war die Klasse 8 an diesem Wochenende voll besetzt. Der Sieg im ersten Rennen ging an Kim Berwanger, der sich nach längerer Zeit wieder in der PCHC zurückmeldete. In der ersten Runde sogar auf Platz zwei vorgefahren, fiel der 991er zwischenzeitlich auf die siebte Position zurück. Drei Runden vor Schluss knackte Berwanger den vor ihm fahrenden Petr Breka (991 GT3 Cup) und holte sich Platz sechs. „Es war natürlich erstmal wieder schön hier fahren zu können. Ich war ja lange abwesend. Es hat grundsätzlich Spaß gemacht. Wir hatten noch etwas Setup-Probleme und hatten zu viel Untersteuern“, so Berwanger. Zweiter in der Klasse 8 wurde Manuel Süßenguth, der sich von ganz hinten auf die neunte Gesamtposition nach vorne gekämpft hatte. Rang drei in der Klassenwertung ging an Harald Geißelhart.

Im zweiten Rennen verteidigte Berwanger zunächst seine vierte Position, ehe diesmal Breka die besseren Karten hatte und vorbeizog. Nachdem die Reifen immer stärker nachließen, kam Manuel Süßenguth immer näher heran. Für einige Runde leistete Berwanger noch Gegenwehr. Drei Runden vor Schluss schnappte sich Süßenguth Berwanger und fuhr damit zum Sieg in der Klasse 8. „Ich habe von Anfang an gewusst, dass er mit einem gebrauchten Satz Reifen draußen ist, während ich einen frischen hatte. Von dem her konnte ich es mangen bis seine Reifen abbauten. Und dann habe ich ihn irgendwann geschnappt“, so Süßenguth. Der Zweitplatzierte Kim Berwanger erzählte zu seinem Rennen: „Wir haben gegenüber dem ersten Rennen etwas am Setup geändert. Es lief erstmal besser, aber die Reifen waren vom ersten Rennen an der Vorderachse am Ende. Wir wollten nicht mehr in einen neuen Satz investieren. Es war halt am Ende einfach nichts mehr drauf auf den Reifen.“ Hinter Berwanger landete Harald Geißelhart erneut auf dem dritten Platz. In Runde acht hatte dieser Eduard Heinz von Rang drei verdrängt.

Der Blick in die Klasse
Zweimal Dritter in der Klasse 10 wurde Marvin Meister (991 GT3 MSTR). Der diesjährige Auftaktsieger musste sich seine Plätze erst mühsam erkämpfen. Im ersten Rennen fand sich Meister nach der ersten Runde nur auf Platz elf wieder. Runde um Runde kämpfte sich Meister nach vorne. Am Ende hieß es im starken Gesamtfeld Platz vier, nachdem Heinz-Bert Wolters eine 5-Sekunden Strafe aufgebrummt bekam. Actionreich war der zweite Heat, wo sich Meister einen engen Positionskampf mit Manuel Süßenguth lieferte. Am Ende musste sich Meister als Gesamtfünfter knapp geschlagen geben.

Die Klasse 9 hatte das Vater-Sohn Duo Ertl fest im Griff. Dahinter landete Petr Breka vor Michel Salmen auf Rang zwei. Auch im zweiten Durchgang hatte Breka das Ziel als Klassenzweiter gesehen, wurde allerdings im Nachgang disqualifiziert. Dadurch rückte Werner Salmen auf Platz zwei vor, während Markus Karl Maier als Dritter aufs Podium durfte. In der Klasse 7 teilten sich Eberhard Faecke und Heiner Immig die Siege. Zweimal auf Platz zwei fuhren zwei Rückkehrer. Willy und Thomas Reichel (alle 997 GT3 Cup) landeten jeweils einmal an der zweiten Stelle. Die Klasse 6 ging einmal mehr an Christian Voigtländer, der beide Rennen souverän vor Bernhard Wagner und Wolfgang Bensch (alle 997 GT3 Cup) gewinnen konnte. Ebenfalls zwei Klassensiege feierten an diesem Wochenende Olaf Busse (Cayman GT4 CS) und Harald Häfner (Cayman GT4).

Text und Bilder: arp Redaktionsbüro Patrick Holzer

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PCD Club-Cup, PCC-Langstrecke und PCC-Fahrtraining

Wenn Jung und Alt sich im Rückspiegel sehen

„Der frühe Vogel …“ Und vor allem gleichmäßig schnell sollte man im Laufe des Tages unterwegs sein, denn bereits am frühen Sonntagmorgen um 07:40 Uhr mussten die Teilnehmer zur PCC Fahrerbesprechung „antreten“. 20 Minuten später die obligatorische Streckenbesichtigung mit Michael Haas und Gerry Haag, Kurvenbegehungen, Erklärungen und Fragen, Fragen und Fragen beantworten.

Für die Routiniers, die „alten Hasen“ ein alter Hut, aber … 

Aber – und nun beginnt auch für die PCC Serie ein neues Zeitalter. Quasi im Windschatten ihrer Väter treten und drängen die Youngster nach vorne, wollen mehr, wollen zeigen, dass sie es auch „drauf“ haben. Nun – darüber etwas später.*

Nach den heißesten Tagen des Jahres waren die Temperaturen am Samstag (Aprilwetter im Juli) und Sonntag angenehm, ja mancher vermisste schon wieder ein bisschen die wohltuenden Sonnenstrahlen. Den über 80 Startern war das trübe Wetter recht, die Strecke in Hockenheim gut abgetrocknet. Die Schweißperlen unter dem einen oder anderen Helm und unter den Achselhöhlen hatten also definitiv nichts mit der aktuellen Wetterlage zu tun.

Pünktlich um 09:00 Uhr setzt sich die Start-Gruppe Rot zum „geführten Fahren“ auf dem 4,574 km Grand-Prix-Kurs in Bewegung. In 25-Minuten-Abständen folgt die Gruppe Schwarz, dann um 10:00 Uhr die Fahrgruppe Blau, die ohne Transponder und ohne Lizenz ein reines Fahrtraining absolvieren.

Um das Erlernte ohne Zeitverlust mit Hirn und dem „Zucken“ der Fingerbewegungen am Lenkrad (früher nannte man das Pedale) richtig umzusetzen, durften/konnten beim Freien Fahren ab 10:30 Uhr die Teilnehmer, eingeteilt in die Startgruppen Rot, Schwarz und Blau, ob sie die artgerechte Haltung ihres Porsche auch richtig verstanden haben.

Wenn ja, dann haben die Instruktoren Gerry Haag (Sportleiter PC Schwaben),Thomas Maier, Alex Schöbel und Andre Sadler ihre jahrzehntelange Erfahrung, quasi ihre „Porsche Gene“, zusammen mit so manchem Kniff und Trick aus ihren Er-fahrungsschätzen, erfolgreich weiter „vererbt“ – für/an die „Next Generation“. Die, und das ist erstaunlich, an ihre eigene Zukunft glaubt und hart im Studium und im Berufsleben an ihren Karrieren arbeitet. 

PCD Club-Cup

Bei der ersten Prüfung zeigte sich schon, dass „nix war wie im Vorjahr“. Während sich in den verschiedenen Fahrgruppen manche Fahrer in ihren Positionen (auch gegenüber dem Vorjahr) abwechselten, überzeugte lediglich Andreas Friedrich in der Gruppe PLATIN. Er positionierte sich mit seinem Cayman GT4 wie auch im Vorjahr auf Platz 1, vor Thomas Maier (992, GT3).

  • In der Gruppe GOLD siegte Thomas Michael Dietrich (991, Coupé), dicht gefolgt von Silvia Maier (992 GT3).
  • Die Gruppe SILBER wurde von Michael Rudig-Mummert (Cayman GT4 RS) angeführt, Platz 2 für Stefan Dick (Cayman S).
  • In der Gruppe BRONZE glänzte Oliver Fiederer (Cayman GT4) vor Patrick Eheim (991 GT3 4.0).
  • Beste Frau bei der Damenwertung: Silvia Maier (992 GT3, PC Isartal-München), vor Anneke Volke (944 Coupé, PC Möhnesee) und Caroline Horwath (911 Coupé, PC Chemnitz-Westsachsen).

Eine völlig andere Dynamik und ein anderer Verlauf bei der zweiten Prüfung:

  • In der Gruppe PLATIN siegte (14 Punkte) Ralph M. Pietsch und tauschte so seinen 2. Platz aus dem Vorjahr mit Andreas Friedrich (16 P.). Platz 3 (28 P.) für Dieter Klein.
  • In der Gruppe GOLD überzeugte wieder einmal mehr Silvia Maier (1P.), und welch eine Überraschung: der nunmehr 82-jährige „Jungspund“ und PCD-Vorstand Finanzen, Henning Wedemeyer (8 P.), PC Hamburg auf Platz 2. Platz 3 für Daniel Hegyi (14 P.), PC Rhein-Main.
  • In der Gruppe SILBER bestätigte Michael Rudig-Mummert seine Beständigkeit und platzierte sich mit 11 Punkten vor Thomas Lang (12 P.), PC Augsburg und Thomas Hübner (31 P.), PC Kirchen-Hausen auf Platz 3.
  • Patrick Eheim (81 P.) führte nun (nach Platz 2 in der ersten Prüfung) die Tabelle BRONZE an, mit deutlichem Abstand zu Wolfgang Zahn (115 P.), PC Speyer und Andre Sadler (145 P.).
  • In der Damenwertung war Silvia Maier (1 P.) wieder einmal nicht zu schlagen. Jeweils mit deutlichem Vorsprung siegte sie vor ihren Mitstreiterinnen Caroline Horwath (302 P.), Eva Schramm (842 P.), Anneke Volke (1.673 P.) und Lara Sue Oberle (1.787 P.) *

Taxi, bitte:  Wer sich angemeldet hatte, konnte auch an einer „Taxifahrt“ über den Ring teilnehmen. Gerry Haag stellte sich und seinen GT3 zur Verfügung und gab sich alle Mühe, seinen Beifahrern das zu zeigen, was uns alle so begeistert.

Die Langstrecke als besonderer „Kick“.

Der Höhepunkt am Sonntag war, ist und bleibt die PCC Langstrecke. Erst eine Woche vor den Porsche Club Days hatte man sich am 16.7. bei Porsche Leipzig getroffen. Und jetzt schon wieder durften/konnten die 18 Starter ((inklusive der zwei Ausfälle)) so richtig Gas geben. Eine Stunde „Vollgas“, das sind 2 mal 30 Minuten, macht 3.600 Sekunden. Zieht man die obligatorische „Ruhepause“ von 60 Sekunden ab (z.B. für Fahrerwechsel), bleibt genügend Zeit für die artgerechte Haltung eines Porsche. Die Vorbereitungen dazu haben Michael Haas, Gerry Haag und allen anderen Beteiligten einiges an Arbeit abverlangt. Und ja, es hat sich gelohnt:

Gesamtsieger wurde Thomas Glassl

  • Platz 2 Jan Horwath/André Zeidler
  • Platz 3 Andreas Friedrich
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*Unsere Nachwuchs-Mädels:

„Alteingesessene“ werden mit dem Namen Frank Oberle noch eine „Uralt-Beziehung“ herstellen können. Frank Oberle war von 2005 – 2011 Präsident im PC Pforzheim. Sein Club, seine „Mannen“ waren die, die es fertigbrachten, dass Grill- und Würstchenduft in der Boxengasse den Geruch von Benzin, Öl und Reifenabrieb übertrumpften. Ja damals – da wurden richtige Partys in der Boxengasse gefeiert, getanzt und nächtens, bei Vollmond, die ferngesteuerten kleinen Modell-Boliden quer über die Zielgerade am Hockenheimring gejagt. Es soll ja auch welche gegeben haben, die zu später Stund‘ zu Fuß oder mit dem Radl die Nordkurve gleich nach der Zielgeraden „begutachteten“.

Dass dann bis in die frühen Morgenstunden ausgiebig gefeiert wurde, versteht sich. Man war eine große Familie, die einfach nur Spaß haben wollte.

Upps – und nun, zwei Jahrzehnte später, steht neben Eva Schramm und Carolina Howarth (beide PCC Serie) nun auch in der PCC Langstrecke die nächste Generation in der Boxengasse. Lara – die 22jährige Tochter von Frank Oberle hat das Porsche Gen, die Lust am schnellen Fahren, auch vom Vater und der Mutter mit in die Wiege gelegt bekommen.

Evas Vater hat jahrelang die GTP Serie dominiert und nach einer kleinen Pause ebnet er nun mit sehr viel Vaterliebe seiner Tochter den Weg in den Porsche Clubsport. Der Erfolg gibt den Beiden Recht: nach nur 3 Weekends liegt Sie bereits auf Platz 4 der Damenwertung. Ganz anders bei Caroline Horwath, nach der eher spontanen Teilnahme am Ladiestraining im letzten Jahr in Franciacorta wurde das eben Erlernte sofort beim Club Cup angewendet und ein Platz auf dem Podium war der ersehnte Lohn der Arbeit. Nur eine Woche später beim Porsche Sports Cup in Misano fuhr Caroline souverän aufs Podium. Vater Jan Horwath fungiert als Teamchef und hilft seinem Nachwuchs auf vielfältige Weise. Auch dieser Einsatz war erfolgreich, denn Tochter Caroline steht derzeit auf Platz 2 der Damenwertung.

Was gibt es Schöneres, als wenn diese jungen Damen und natürlich auch die jungen Herren uns in den nächsten Jahren zeigen, was sie, die Jugend von heute so alles draufhat!

Der Abschluss

Traditionelles Ende ist dann am Sonntagabend die „Marathon-Siegerehrung“ auf dem Boxendach. Sieger und Platzierte waren die „alten Hasen“ aus der PCC Serie. Sie konnten die schönen Pokale aus den Händen von Michael Haas, Fritz Letters, Uwe Zimmermann und Heinz Weber in Empfang und mit nach Hause nehmen.

Platz 1 für Thomas Glassl auf seinen Cayman GT4, vor dem Zweitplatzierten Duo Jan Horwath/André Zeidler 991 GT3 4.0. Auf Platz 3 wieder ein Cayman GT4, gefahren von Andreas Friedrich und dann … dann kommt ein (von Thomas Lang selbst aufgebautes) 944 Coupe (Baujahr 1986!) und belegt Platz 4

Damit ist die Welt für mich wieder in Ordnung.

Text: Frank Gindler, Bilder: Patrick Holzer, Frank Gindler

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