27.06.14 – 29.06.14 PCHC Spa Francorchamps

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Bericht zur PCHC

Nasse Spa-Premiere für PCHC

Köysüren und Glaser siegen in Spa

Beim dritten Lauf der Porsche Club Historic Challenge meinte es das Wetter in Spa-Francorchamps wahrlich nicht gut mit den Teilnehmern. Am besten kamen bei diesen schwierigen Bedingungen Haci Köysüren (Porsche 997 GT3 Cup) und Sebastian Glaser (Porsche 996 GT3 RS) zurecht. Beide holten sich je einen Sieg. Matthias Nonn (Porsche 993 GT2) und Thorsten Rose (Porsche 996 GT3 Cup) belegten jeweils die Ränge dahinter.

Zwar zeigte sich das Wetter in den Ardennen von seiner weniger guten Seite, doch angesichts von an die 60 Porsche-Fahrzeuge gab es bei den Porsche-Fans rund um die sieben Kilometer lange Strecke strahlende Augen. Da an diesem Wochenende bei den Spa Summer Classics gemeinsam mit dem holländischen ADPCR gefahren wurde, gab es das ganze Spektrum der Porsche-Modellhistorie zu bewundern. Das erste Rennen am Samstag wurde dabei zur sicheren Beute von Haci Köysüren, der sich damit seinen zweiten Gesamtsieg in der noch jungen Saison holte. Von der dritten Startposition aus übernahm Köysüren, der zum ersten Mal auf der Ardennen-Achterbahn unterwegs war, gleich in der ersten Runde die Spitze. In nur fünf Runden baute der Spitzenreiter den Vorsprung auf über vierzehn Sekunden aus.

Gegen Rennende kam Glaser zwar noch einmal heran, doch am Ende fehlten 8,421 Sekunden auf den ersten Platz. „In der ersten Kurve nach der Zielgeraden habe ich den GT2 geholt. Nach der Eau Rouge bin ich besser herausgekommen und habe noch Sebastian Glaser überholt. Ich konnte dann etwas Distanz zwischen uns herausfahren und dann das Rennen kontrolliert zu Ende fahren. Die letzten drei bis vier Runden musste man noch aufpassen bei den Überrundungen. Aber es hat gut funktioniert“, Köysüren. „Der Regen ist mir natürlich zu Gute gekommen, weil ich Sternzeichen Fisch bin“, hatte der Gesamtsieger den Schlüssel zum Erfolg gleich noch parat.

Am Sonntag drehte Sebastian Glaser den Spieß um. Den Start gewann zwar Joachim Bleyer (Porsche 997 GT3 Cup), doch nach der ersten Runde lag Köysüren wieder in Front, dicht gefolgt von Glaser. Auch als es in den dichten Überrundungsverkehr ging, war der Zweitplatzierte nicht abzuschütteln. Im siebten Umlauf kam schließlich der Angriff. Vor der Eau Rouge saugte sich Glaser an den Führenden heran und übernahm die Spitze.

Köysüren, der kurz vor dem Überholmanöver den dritten Gang nicht hineinbekam, konnte nicht mehr folgen. „Ich habe versucht nochmals zu kontern, aber es ging nicht. Es war aber ein super Wochenende und ich habe viel dazu gelernt“, freute sich Köysüren über das starke Abschneiden. Mit 4,876 Sekunden Abstand behielt Glaser diesmal die Oberhand. „Mein Start war eigentlich gut. Ich wollte an Haci Köysüren dranbleiben. Ich habe dann immer überlegt, wo ich an ihm vorbeigehen kann. An den schnellen Stellen war wegen der Gischt keine Chance.

Ich erwischte dann die richtige Stelle und ich sah, dass Haci beim Herausbeschleunigen Schwierigkeiten hatte. Ich bin dann außen herum vorbei und innen durch und war vorbei. Danach konnte ich mich auch absetzen“, erzählte Glaser, der damit auch die Klasse 11 vor Silvio Schindler gewinnen konnte. „Gestern hatte ich keine Chance an Haci dran zu bleiben, da meine Hinterachse verstellt war. Das Auto ist bei Regen extrem heikel zu fahren und wir arbeiten immer noch an der Fahrwerkseinstellung“, erklärte der Porsche-Pilot den zweiten Rang vom Vortag.

Matthias Nonn und Thorsten Rose fahren aufs Treppchen
Dritter wurde im ersten Rennen noch Matthias Nonn (Porsche 993 GT2), der Thorsten Rose (Porsche 996 GT3 Cup) und Joachim Bleyer (Porsche 997 GT3 Cup) hinter sich hielt. Nachdem der GT2-Pilot am Sonntag nicht mehr antrat, schnappte sich Thorsten Rose den dritten Gesamtrang vor Joachim Bleyer. Dabei konnte sich Bleyer bis zur fünften Runde auf Rang drei halten, ehe Rose vorbeizog.

Damit holte sich Rose wie schon im ersten Rennen den Sieg in der Klasse 8 vor Heinz Bayer. „Am Anfang des Rennens ist der Kontakt ganz nach vorne abgerissen. Da waren die Führenden weg. Die entstandene Lücke konnte ich dann nicht mehr zufahren. Die Bedingungen waren ziemlich schlecht, da besonders beim ersten Rennen die Sicht sehr schlecht war. Unter dem Strich bin ich mit dem Wochenende aber zufrieden“, fasste Rose das zweite Rennen zusammen. Klassendritter wurde am Samstag noch Torsten Klimmer, während beim zweiten Heat Thomas Reichel als Dritter in der Klasse 8 gewertet wurde.

Bei den schwierigen Streckenverhältnissen wussten gerade die älteren Porsche-Modelle zu überzeugen. Im ersten Rennen war es Hans-Peter Wenger, der im Porsche 964 RS den Sieganwärtern in der Klasse 5 ein Schnippchen schlagen konnte. Der Eidgenosse hielt sowohl Martin Rohwetter (Porsche 964 RS 3,8) als auch Mate Eres (Porsche 964 RSR 3,8) hinter sich. Da Wenger zum zweiten Durchgang nicht mehr startete, lief alles auf das Duell Rohwetter gegen Eres hinaus. Doch schon in der ersten Runde setzte sich Eres vor den Porsche von Rohwetter, der diesmal das Tempo von Eres nicht mitgehen konnte. Als Rohwetter kurz vor Schluss kurzzeitig die Boxen ansteuerte, gab es am Sieg von Eres nichts mehr zu rütteln. Als starker Gesamtsieber sah der blaue Porsche das schwarz-weiß karierte Tuch. „Gestern war eines meiner krassesten Rennen, das ich jemals gefahren bin.

Nach der Aufwärmrunde hat meine Scheibe komplett beschlagen und ich konnte absolut nichts mehr sehen. Sozusagen im Blindflug habe ich wenigstens noch Punkte retten können. Ich hatte mir schon überlegt das Rennen abzubrechen. Heute haben wir das mit der Scheibe hinbekommen. Beim Start habe ich gleich dominieren können und ab der Eau Rouge konnte ich den Vorsprung ausbauen. Ab Runde drei war dann Motor schonen angesagt. Das war heute die Entschädigung für gestern. Die Strecke hier ist absolut sensationell. Es war das erste Mal, dass ich hier gefahren bin“, freute sich Eres über das gute Abschneiden.

Alexandra Irmgartz holt sich den nächsten Doppelsieg
In der Klasse 4 war Alexandra Irmgartz (Porsche 964 RS) einmal mehr nicht zu bezwingen. Die Porsche-Pilotin setzte sich am Samstag gegen Enrico Schenke (Porsche 964 Cup) und Frank Willebrand (Porsche 964 Carrera 2) durch. Noch deutlicher war es im zweiten Rennen, wo Alexandra Irmgartz dem Zweitplatzierten Ralf Schmaus, der das Volant von Schenke übernommen hatte, gleich über 43 Sekunden aufbrummte. Dritter wurde erneut Frank Willebrand vor Matthias Dankmer (Porsche 911).

Mit dem Doppelsieg brachte sich Alexandra Irmgartz schon einmal in die Pole-Position beim Kampf um den Meistertitel. „Am Sonntag waren die Bedingungen zwar besser, aber am Anfang war ab der Eau Rouge absoluter Blindflug. Gegen Mitte des Rennens, als es aufhörte zu regnen, hat man dann aber gut gesehen. Ich kannte ja die Bedingungen von der STT her, als hier gefahren bin. Deshalb war von vornherein klar auf Regenreifen zu setzen. Gerade bei Mischverhältnissen ist es mit Slicks hier sehr gefährlich. Ich habe gut gepunktet, aber die Saison ist noch lang und an die Meisterschaft zu denken ist noch zu früh“, so Alexandra Irmgartz.

Dabei konnte die Porsche-Pilotin aus Neuwied auch davon profitieren, dass es bei der Konkurrenz um den Titel nicht ganz nach Wunsch lief. Marc Hönsch musste in der Klasse 3 beim ersten Rennen mit dem vierten Platz vorlieb nehmen. Den Sieg hatte sich hier der Schweizer Hans-Peter Meier vor Norbert Schuster und Andreas Pöhlitz (alle Porsche 968 CS) geholt.

Am Sonntag meldete sich der junge Porsche-Pilot allerdings mit einer starken Leistung zurück. Eine Runde vor Norbert Schuster und Andreas Pöhlitz überquerte Hönsch diesmal den Zielstrich. „Gestern ist das Rennen nicht so gut gelaufen. Ich bin von eins gestartet mit vier Sekunden Vorsprung. In der dritten Runde hatte ich leider eine leichte Kollission und musste in die Box fahren. Ich dachte, ich hätte einen Reifenschaden. Dadurch habe ich natürlich einiges an Zeit verloren. Ich war dann auf dem letzten Platz, konnte aber noch auf vier vorfahren. Heute bin ich von Platz vier in der Klasse gestartet und konnte dann aber auf eins vorfahren“, berichtete Hönsch.

Genau wie Alexandra Irmgartz waren auch Antonios Trichas (Porsche 924 S) und Thomas Weidel (Porsche 944 Turbo) nicht zu schlagen. Während Trichas in der Klasse 2 zweimal Philip Ring (Porsche 911) hinter sich hielt, bezwang Weidel in der Klasse 1 den Porsche 944 Turbo von Thomas König. In der Klasse 6 holte sich zudem Wolfgang Bensch im Porsche 930 Turbo den Sieg.

arp Redaktionsbüro Patrick Holzer

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