30.07.10 – 01.08.10 Freundschaftstreffen 2010 – Speyer

Organisation

 

 

Bericht

Freunde treffen  – Ja, es war ein besonders schönes Porsche Club Freundschaftstreffen in Speyer, das unsere PCD-Ehrenpräsidentin Ilse Nädele wieder einmal mit ihrem bewährten Charme organisiert hatte. Alte Freunde treffen, neue Freunde gewinnen – das macht den Flair und das Ambiente eines solchen Treffens aus. Letztendlich ist dies ja auch die Grundlage eines jeden Clubs – von und in einem der regionalen Porsche Club im ganz Besonderen. Das diesjährige Freundschaftstreffen darf als ein gelungenes Pilotprojekt angesehen werden, denn erstmals trafen zwei »Porsche Welten« aufeinander. Einerseits war es das kleine, aber medienwirksame Klientel der Motorsportfahrer, deren Boliden auf Renntauglichkeit getrimmt sind und die mit aufgeklebter oder lackierter Sponsorenwerbung ihre Runden auf den internationalen Rennstrecken drehen. Andererseits waren es – und das in weitaus größerer Anzahl – die PCD Clubmitglieder, die mit ihren alltagstauglichen Porsche einfach nur »schön ausfahren«. Demzufolge war der Ort Speyer für das 2010er Treffen genau richtig gewählt.

Nur wer ein grünes Armband*) vorweisen konnte, durfte am Begrüßungsabend mit Geldermann-Empfang und anschließendem Sommerfest teilnehmen, das auf dem Gelände des Technikmuseums in Speyer stattfand, dem »kleineren« Bruder des Auto & Technik Museum an der A6 Sinsheim des Gerüstbauers Layher. Die ausgestellten Exponate zeigten einen imposanten Querschnitt »zu Lande, zu Wasser und in der Luft« und sprengten die Vorstellungskraft vieler, die erstmals eine Boing haushohen 747 aus der Nähe betrachteten, einen Spaceshuttle, die zahlreichen »zierlichen« Kampfflugzeuge oder U-Boote. Außerdem standen hier einige skurrile fahrbare Geschöpfe, natürlich aus den USA, und nach wie vor ließen die Oldtimer jedes Besucherherz höher schlagen. Bevor die Rockband Pumping Special die Tanzwütigen aufs Parkett lockte, begrüßten »unsere Ilse« und PCD Präsident Fritz Letters die etwa 120 Teilnehmer und Gäste aufs Herzlichste und gaben so den Startschuss für das PC Freundschaftstreffen in Speyer 2010.

Am Samstag teilte sich die kleine Schar in zwei Gruppen. Die erste folgte dem sachkundigen Vortrag des Stadtführers, der über die Kaiser, Könige und Bischöfe von Speyer erzählte. Die andere Gruppe jedoch konnte es einfach nicht lassen. Wie am Vortag, an dem sie mit ihren »normalen« Straßenfahrzeugen beim Freien Fahren auf dem nahe gelegenen Hockenheimring schon gehörig Gas gegeben hatten, zog es sie an diesem sonnigen Samstag wieder an den Ring, um anlässlich der Porsche Club Days die PCHC und 996 Serien anzuschauen und mitzufiebern. Später fanden sich die oben beschriebenen Porsche Welten dann in der Boxengasse mit der darüber liegenden Catering-Zone wieder einträchtig zusammen. Da Hockenheim für viele Motorsportbegeisterte und auch für auswärtige Besucher ein wahrer Magnet ist, waren das Mittagessen und das spätere Kaffeetrinken nur für diejenigen kostenfrei, die ein rotes Armband*) trugen. Wirklich interessant und lehrreich war für die Nicht-Sportfahrer, die Führung des PCD Sportleiters Michael Haas durch die Boxengasse, das Fahrerlager und das Büro mit der Zeitnahme – ein ganz heiliger und stiller Ort.

Zum “sportlichen” Abendessen trafen sich dann Rennfahrer und Normalfahrer mit blauem Armband*), Mechaniker und Streckenposten im Motodrom-Hotel am Ring zu einem herrlichen Büfett, einem guten Wein und etlichen kühlen Bieren, wobei letztere nur diejenigen genießen konnten, die direkt im Hotel wohnten oder sich mit dem Taxi wieder zurück nach Speyer ins Hotel chauffieren ließen.

Am Sonntag war abschließend eine Roadbook-Tour der ganz leichten Art angesagt. Nicht so kompliziert wie zum Beispiel eine Chinesen-Rallye, und der/die Beifahrer/in musste sich auch nicht anstrengen, um irgendwelche gestellten Fragen zu beantworten – es gab nichts zu beantworten und nichts zum auszufüllen. An diesem Tag galt es, einfach nur schön von A nach B zu fahren, ohne etwa irgendwelche Kirchturmspitzen zu zählen. Es hieß, die Pfälzer Landschaft zu genießen und die Weinberge, die sauber herausgeputzten Weindörfer mit ihren engen Straßen zu durchfahren. Zwischendurch traf man sich zu einer Verschnaufpause – die beste Gelegenheit für ein Freundschaftstreffen-Erinnerungsbild. Mit und nach einem herzhaften Mittagessen im Hotel Haus am Weinberg verabschiedeten sich die ersten Gäste – jeder musste bzw. wollte in eine andere Himmelsrichtung gen Heimat zurückfahren. Schön war es – wir ALLE sagen Dankeschön!

*) Der Hintergrund der Armbänder: All das, was hier angeboten wurde, war im Paketpreis für die Teilnahme am Freundschaftstreffen inbegriffen – daher auch der absolute Freundschaftspreis.

Text und Fotos: Frank J. Gindler



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