27.04.03 PCC Anneau du Rhin – PC Kirchen-Hausen

Organisation

Bericht

DAS HERZ LACHTE

Mit dem PC Kirchen-Hausen beim Club Cup in Anneau du Rhin

Die erste Teilnahme an einer PCD Club Cup-Veranstaltung werde ich nicht vergessen – Fahrspaß pur und nette Gesellschaft mit dem PC Kirchen-Hausen. Eigentlich hat das Motorsport-Wochenende bereits am Freitag angefangen, denn wir waren unter den glücklichen 80, die Karten erhielten für das von Porsche Deutschland angebotene Arrangement im Zusammenhang mit der DTM in Hockenheim. Das Programm enthielt Zeit-Trainings für DTM und Porsche Carrera Cup, Rundgang im Fahrerlager mit Interviews sowie ein Abendprogramm mit einer fantastischen Band „Harlem Express“, die mit viel Rhythmus das Publikum sogar zum Tanzen brachte. Samstag waren wir auf den Tribünen, um die weiteren Trainingsläufe und diverse Rennen zu verfolgen.

Anschließend fuhren wir in strömendem Regen nach Süden in Richtung Colmar im Elsass, um am Vorabend des Porsche Club-Cups im Hotel am gemeinsamen Abendessen teilzunehmen. Genau richtig zum Essen trafen wir ein und freuten uns, viele bekannte Gesichter wieder zu erkennen. Eigentlich hatten wir vor, an diesem Abend früh ins Bett zu gehen, um am nächsten Morgen fit zu sein für das spannende Ereignis – den ersten PCD Club-Cup. Nun, wie es halt ist, wenn man nette Leute kennen lernt – und das tut man immer bei den PC-Veranstaltungen – kam es ganz anders. Es gab ein vorzügliches Essen über vier oder waren es sogar fünf Gänge. Hervorragend ausgesucht und als Augenschmaus serviert! Und dann anschließend das gemütliche Zusammensitzen – komisch – die Themen gehen in Porsche-Kreisen nie aus. Der Abend dauerte bis weit nach Mitternacht.

Dann wurde es aber Zeit, noch schnell etwas Schlaf zu bekommen, damit am nächsten Morgen alle rechtzeitig an die Rennstrecke fahren konnten. Das Hotel musste uns bereits um 6:45 das Frühstück servieren – erstaunte Gesichter beim Personal, das sonst erst ab 8:00 aufdeckt – es war immerhin Sonntag.

Und siehe da, trotz des langen Abends waren alle beim Frühstück versammelt, so dass wir rechtzeitig um 7.30 das Hotel verlassen konnten. In Anneau du Rhin angekommen, wurden die Autos für den Tag vorbereitet: Luftdruck verringern, lose Gegenstände aus dem Auto entladen oder gut verstauen, Abschlepphaken befestigen, Startnummern anbringen und die Transponder befestigen. Das Wetter versprach, gut zu werden und die Spannung war groß.

Um 9.00 begrüßte Michael Haas, Präsident des PC Kirchen-Hausen, die Teilnehmer und gab uns erste Informationen über Strecke, Programmablauf sowie alle übrigen notwendigen Instruktionen. Wir wurden eingeteilt in vier Gruppen zu etwa 13 Autos. Dann durften wir in der Gruppe 1 auf die Strecke hinaus. Geführt wurden wir von einem Instruktor-Auto, das uns die Strecke zeigte – Ideallinie und Bremspunkte. Nach 20 Minuten und ganz schön durchgeschwitzt – war wohl die Anspannung – gingen wir von der Strecke und machten Platz für die nachfolgenden Gruppen. Der nächste Programmpunkt war ein Gleichmäßigkeits-Slalom: in einer Sektion der Strecke waren Pilonen aufgebaut und jetzt wurden die Zeiten gemessen – hierbei ging es nicht um die Höchstgeschwindigkeit, sondern so gleichmäßig wie möglich die Runden zu fahren.

Nun war schon Mittagspause. Das Essen wurde serviert in einem Gebäude mit Innenhof, der es in sich hatte: in den Garagen standen alle Schönheiten, die man sich denken kann: Ferraris, Maseratis, Porsche, Bugattis, und alles in mehrfacher Ausführung. Dass das Elsässer Buffet mit dieser Umrahmung besonders lecker war, erübrigt sich zu erwähnen.

Am Nachmittag war nun das Gleichmäßigkeitsfahren angesagt – allerdings ohne Slalomkurs. Es machte enorm Spaß und durchgeschwitzt kamen wir wieder nach dem gruppenweisen Trainingspass an die Boxen. Zum Abschluss stand das freie Fahren auf dem Programm und es gab auch die Möglichkeit zu einer Taxifahrt mit Dr.Fritz Letters am Steuer seines GT3. Als ich selbst fuhr, fühlte ich mich vorher wie ein kleiner Weltmeister, aber die Fahrt mit Fritz holte mich schnell wieder auf den Boden. Fritz erklärte, wie die Strecke zu fahren ist, die Spurwahl
und die Bremspunkte. Es war lehrreich und anschließend konnte das Gehörte gleich ausprobiert werden im eigenen Auto. Und siehe da: es ging gleich viel besser (für die Wertung zu spät).

Gegen 17.00 Uhr wurde abgewunken und – zugegeben, es hat gereicht – aber nur für dieses Mal. Die Reifen waren weich und abgefahren, die Bremsen heiß, der Tank leer, aber das Herz hat gelacht. Nun war Preisverleihung. Ich konnte es nicht glauben, aber ich wurde Zweiter in meine Klasse! Sämtlich Fahrer wurden genannt und erhielten Pokale.

Mein erster PCD Club-Cup, aber sicher nicht der letzte, war zu Ende. An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen und an den Porsche Club Kirchen-Hausen, Michael Haas, Horst Wessel und Peter Frey sowie alle anderen, die mitgeholfen hatten, ein großes Dankeschön auszusprechen für die gute Organisation und den fantastischen Tag. Weiterhin möchte ich auch unserem Geschäftsführer im Porsche Club Deutschland, Dr. Fritz Letters danken für die tatkräftige Unterstützung in den Vorbereitungen des Cups sowie den Taxifahrten auf der Strecke.

Nun ging die Reise Richtung Heimat nach Regensburg, wo wir kurz vor Mitternacht ankamen. Müde, aber mit vielen schönen Eindrücken beendeten wir ein erlebnisreiches Wochenende.

Lars Lundmark

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